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Afrika Kalender 2012

Go Belize - Eine Reise in die Karibik

Im Rhythmus der Hitze

Reisebericht

5. Tag – 10.02.2003 Mbarara – Kigali (Ruanda)

Gegen 3:00 Uhr hat die Musik in der gegenüberliegenden Bar aufgehört zu spielen. Es beginnt hell zu werden, als wir aufstehen. Wir wollen heute so zeitig wie möglich los, da wir die Grenze nach Ruanda überqueren und bis in die Hauptstadt Kigali kommen möchten.

Frühstück gibt es in unserem Hotel keins. Wahrscheinlich kann man hier nur nach Sonnenuntergang etwas Essbares bekommen. Morgens schlafen sowieso noch alle, die am Vorabend hier zu Gast waren. Ein Stück weiter die Straße bergauf finden wir ein anderes Hotel und ein Frühstück.

Das einzige Matatu, welches direkt nach Kigali fährt, ist erst halbvoll, als wir den Taxipark erreichen. Das bedeutet warten und hoffen, dass heute noch mehr Leute nach Ruanda fahren. Geschlagene drei Stunden dauert es bis zur Abfahrt. Und als wir dann denken, es geht wirklich los, denn den Taxipark haben wir bereits verlassen, halten wir noch einmal ein paar Meter weiter, um auf weitere Fahrgäste zu warten. Tür auf, Tür zu. Kofferraumklappe auf, Kofferraumklappe zu. Diskussionen in, vor und hinter dem Fahrzeug.

Irgendwann geht es dann wirklich los. Wir haben die beiden Plätze neben dem Fahrer bekommen und haben somit die beste Sicht. Aber nicht nur nach draußen, sondern auch auf den Fahrer selbst, der mehr mit seinen Kassetten und dem Autoradio beschäftigt ist. Die Musik leiert jämmerlich und so spult er, stoppt immer wieder, nimmt die Kassetten heraus, dreht daran herum, legt sie wieder ein. Nach einer Weile gibt er auf. Aber nur, um das gleiche Spiel mit der nächsten Kassette zu beginnen. Das passiert alles bei Tempo 100 bis 120 km/h auf einer Straße mit unzähligen Schlaglöchern, denen er einhändig am Steuer vergebens versucht auszuweichen. Nach einigen Kilometern halten wir, um die Räder festzuziehen.

Durch die Ortschaften brettern wir hupend mit Vollgas. Das Fahrzeug hat übrigens zwei verschiedene Hupen. Eine normale und eine, die ähnlich einem Martinshorn klingt. Diese benutzt er abwechselnd.

Als wir einmal das Gefälle eines Berges nutzen, um Rekordgeschwindigkeit zu erreichen, leuchten plötzlich sämtliche Lämpchen am Armaturenbrett auf. Vorwiegend rote, aber auch ein paar gelbe sind dabei.

Nach etwa 130 km und drei Stunden Fahrzeit erreichen wir den Grenzübergang Katuna. Mittlerweile gießt es draußen in Strömen. Die Formalitäten auf der ugandischen wie auch auf der ruandischen Seite gehen zügig und problemlos. Als Deutscher benötigt man für die Einreise nach Ruanda kein Visum. Für Uganda haben wir uns bereits in Deutschland ein Mutiple Entry Visa (zur mehrfachen Einreise) geben lassen.

weiter mit Uganda (Ruanda überspringen)

Wir stehen im Regen auf ruandischer Seite und warten wieder einmal auf die Abfahrt. Die Scheiben sind alle beschlagen und von draußen sieht man so gut wie nichts mehr. Worauf warten wir jetzt eigentlich wieder? Nach einer Weile steigt eine Frau mit ihrem Gepäck zu, um nach einer viertelstündigen Diskussion mit Sack und Pack wieder auszusteigen. Das verstehe jemand. Jedenfalls nicht wir, da wir die einheimische Sprache nicht beherrschen.

Jetzt geht es endlich weiter. Wir wechseln die Straßenseite, da in Ruanda Rechtsverkehr herrscht und stellen unsere Uhr eine Stunde zurück. Die Strecke führt jetzt durch eine traumhafte Landschaft. So wie wir die Grenze überschritten haben, türmen sich die Berge noch höher und wir fahren direkt zwischen ihnen hindurch. In sattem Grün liegen Felder und Plantagen. Alles, auch das kleinste Fleckchen Erde, ist kultiviert. Schon jetzt und auch später, als wir noch mehr vom Land sehen, finde ich, ist der Ausspruch „Ruanda ist die Schweiz Afrikas“ keinesfalls übertrieben.

Kurz vor Kigali kommen wir in eine Polizeikontrolle. Alle Fahrgäste müssen den Kleinbus verlassen und im Kofferraum wird das Gepäck kontrolliert. Der Regen hat inzwischen aufgehört und hin und wieder lassen die vorbeiziehenden großen, grauen Wolken die Sonne durchblicken.

Am späten Nachmittag erreichen wir den Buspark von Kigali und werden sofort wieder von unzähligen Taxifahrern umringt. Mit zwei der Mopedtaxis suchen wir zuerst eine Bank, um ein paar Dollars in Ruanda Francs zu tauschen. Irgendwie müssen wir ja die beiden dann auch bezahlen. Wie zu erwarten war, haben um diese Zeit schon alle Banken geschlossen. Im Zentrum entdecken wir ein luxuriöses Hotel und versuchen hier unser Glück. Man tauscht uns zu einem etwas niedrigerem Kurs .


Die Auberge La Caverne, für die nächsten beiden Nächte unsere Unterkunft, liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums, etwa auf der Hälfte eines der vielen Berge, auf denen Kigali erbaut ist. Der Blick zeigt auf das Tal und den gegenüberliegenden Berg, beide dicht besiedelt.

Wir machen uns noch auf den Weg, bergauf natürlich, um im Zentrum nach einem Internetcafé zu suchen. Wir werden auch schnell fündig. Die Verbindungen sind recht langsam und mit der französischen Tastatur haben wir auch noch zu kämpfen.

Die Sonne ist lange untergegangen, als wir uns auf den Weg zurück zur Auberge machen. Es ist ziemlich gefährlich, sich im Dunkeln durch die Stadt zu bewegen. In dieser Gegend gibt es nicht eine Straßenlampe und die Fußwege sind mit allerlei Fallen und Hindernissen gespickt. Vor allen Dingen Schlaglöcher, aber auch große Steine und plötzlich abfallende Bordsteinkanten. Entweder man geht auf der Straße und es besteht die Gefahr, sich an- oder überfahren zu lassen oder man benutzt eben diese Fußwege und bricht sich im schlimmsten Fall nur die Beine. Ohne Taschenlampe sollte man sich nicht auf den Weg machen.

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06.02.-04.03.2003

1./2. Tag - Frankfurt - Dubai

3. Tag - Dubai - Nairobi - Entebbe

4 . Tag - Kampala - Masaka -Mbarara

5. Tag - Mbarara - Kigali (Ruanda)

6. Tag - Kigali - Nyamata

7 . Tag - Kigali - Ruhengeri


8. Tag - Ruhengeri - Gisenyi

9. Tag - Gisenyi

10. Tag - Gisenyi - Goma (DRC)

11. Tag - Gisenyi - Kabgayi

12. Tag - Kabgayi - Kabale (Uganda)


13. Tag - Lake Bunyonyi


14. Tag - Kabale - Fort Portale


15. Tag - Fort Portale

16. Tag - Fort Portale - Kibale Forest NP

17. Tag - Kibale NP - Kampala

18. Tag - Kampala - Jinja

19. Tag - Jinja - Sipi Falls

20. Tag - Sipi Falls

21. Tag - Sipi Falls - Entebbe

22. Tag - Entebbe

23. Tag - Entebbe - Kampala

24. Tag - Kampala

25. Tag - Kampala

26./27. Tag - Kampala - Dubai - Frankfurt

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