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Reisebericht
20. Tag – 25.02.2003 Sipi Falls Heute haben wir uns eine ausgedehnte Tour zu Fuß vorgenommen. Unser erste Ziel ist einer der oberen Wasserfälle, der einen natürlichen Pool, in dem man baden kann, haben soll. So schreibt es jedenfalls der Reiseführer.Heute brennt schon am Morgen die Sonne recht heiß. Der Weg führt uns erst einmal ein paar Kilometer die Asphaltstraße entlang, bis wir dann in eine Bananenplantage abbiegen. Von nun an sind wir nicht mehr allein. Ein paar Jungs haben uns entdeckt und wollen als Führer fungieren. Wir lehnen ab, denn den Weg finden wir auch alleine. Aber die Burschen lassen sich nicht abwimmeln. Dann müssen sie uns halt folgen. Um den natürlichen Pool zu erreichen, müssen wir einen Berg hinaufkraxeln. Bei dieser Hitze eine richtige Strapaze und hin und wieder verschnaufen wir. Um so mehr lechzen wir schon nach dem kühlen Nass, dass uns dort oben erwartet. Endlich geschafft. Ein Stück weiter oben von der Stelle, wo der Wasserfall in die Tiefe stürzt, befindet sich ein weiterer ganz kleiner Wasserfall. Er ergießt sich in diesen natürlichen Pool. Das Wasser, das aus den Bergen kommt, ist mächtig kalt, aber erfrischend. Ruhe hat man hier leider keine, denn es schwirren immer noch die Möchtegernführer um uns herum. Das kann ziemlich lästig werden, denn sie versuchen einem auch ständig ein Gespräch aufzudrängeln. Dabei geht es vor allen Dingen um die Bezahlung, da sie uns angeblich den Weg gezeigt haben. Irgendwann haben wir dann die Nase voll. Wir wollen ja ohnehin noch an den großen Wasserfall. Der Rückweg vor zur Straße, den wir jetzt nehmen, ist kürzer und nicht so steil. Erst als wir diese erreichen, ziehen die Jungs missmutig ab. Der Weg zum größten der vier Wasserfälle in dieser Gegend führt hinab in ein Tal. Über eine bucklige Holzleiter überwindet man ein paar Felsen. Dann schlängelt sich ein Pfad bergab durch die Landschaft, vorbei an ein paar Hütten. Wenn ich mir überlege, dass wir die ganze Strecke wieder zurück müssen... Die letzten paar Meter ist wieder Klettern angesagt. Hier spürt
man schon die Wassertröpfchen und deren angenehme Kühle
auf der Haut. Das Wasser hier unten ist bedeutend kälter.
So kalt, dass einem das Blut in den Adern gefriert.
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