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Reisebericht
18. Tag – 23.02.2003 Kampala – Jinja Von Kampala aus kommen wir am Morgen ziemlich zügig weg und auch voran. Die Straße ist eine der besten und so sind wir schon vor dem Mittag in Jinja. Am sogenannten Backpackers lassen wir uns absetzen. Es sieht einladend aus.Die Inhaber sind Engländer. Jetzt treffen wir aber auf deren Anraten eine Fehlentscheidung. Sie sagen uns, dass die meisten Reisenden draußen im Camp am Nil übernachten, etwa 8 km von der Stadt entfernt. Und der Lkw vom Camp der gerade hier ist und sich gleich auf den Weg dahin macht, könnte uns mitnehmen. Das klingt vielversprechend und wir nehmen dankend an. Geschlagene zwei Stunden warten wir darauf, dass der Lkw sich vom Hof begibt. Das, was wir heute morgen an Zeit gutgemacht haben, haben wir nun wieder eingebüßt. Aber nein, nicht, dass wir geradewegs zum Camp fahren würden, wir müssen unterwegs noch etwas abladen und das Tanken dürfen wir auch nicht vergessen. Als wir dann endlich angekommen sind, sind wir mit einer roten Schicht Staub bedeckt. Das Nile River Explorer Camp macht einen chaotischen, unordentlichen und ich kann sogar sagen, dreckigen Eindruck. Eines der Betten in unserem Banda ist schmutzig und wir entschließen uns, nicht erst die Angestellten damit zu belästigen, sondern werden in einem Bett schlafen. Wir suchen uns zwei Mopedtaxis und fahren zurück in die
Stadt zur Quelle des Nils. Hier, unter schattigen Bäumen,
weht ein lauer, angenehmer Wind. Der Platz hier scheint auch
ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen zu sein. Sie gehen
hier spazieren, machen Picknick, sitzen unter den 1862 entdeckte Speke als erster Europäer die Nilquelle. Die Stelle, aus der der Fluss aus dem Lake Victoria tritt. Da, wo er gestanden haben soll, als er sie erblickte, steht heute eine Steinsäule mit einer Gedenktafel. Wir schlendern noch ein wenig durch die Straßen der Stadt. Hier gibt es viele kleine Handicraft Shops und wir schauen schon mal nach den Preisen, denn vor unserer Abreise aus Uganda wollen wir noch ein paar Dinge einkaufen. Als wir, es ist bereits spät, zurück ins Camp kommen, dröhnt uns Discomusik entgegen. Massenweise junge Leute, Europäer und Amerikaner, feiern hier kräftig mit jeder Menge Alkohol im Blut. Das kann ja eine tolle Nacht werden. Aber, da unser Banda recht weit ab von dieser Kulisse steht und unten am Abhang der Nil rauscht, bleibt uns die Musik weitestgehend erspart. Das erste Mal, dass wir heut dreckig zu Bett gehen. Die Duschen,
die sich auf halber Höhe am Hang befinden, sind im Dunklen
nicht mehr auszumachen. Strom hat man dahin keinen verlegt.
Und wer will außerdem schon mit Hunderten von Moskitos
duschen, die einem hier wirklich ununterbrochen um die Ohren
schwirren.
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