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Im Rhythmus der Hitze

Reisebericht

16. Tag – 21.02.2003 Fort Portale – Kanyanchu (Kibale Forest NP)

Auf der anderen Seite der Stadt liegt die Abfahrtsstelle für die Matatus in Richtung Kibale Forest National Park. Bei den Fahrpreisverhandlungen gibt es wieder schwerwiegende Diskussionen. Der Conductor (das ist derjenige, der das Geld im Fahrzeug einsammelt) verlangt den doppelten Preis. Da es eine sehr wenig befahrene Straße ist, bestehen für uns natürlich nicht viele Möglichkeiten, nach Kanyanchu im Nationalpark zu gelangen. Das weiß er selbstverständlich. Wir bleiben aber hartnäckig, denn wieder einmal sehen wir nicht ein, warum wir einen höheren Preis zahlen sollen, obwohl wir genau wie die anderen Fahrgäste zusammengepfercht im staubigen, überhitzen Kleinbus sitzen.

Für die schlaglochreiche Strecke von reichlich 20 km benötigen wir eine Stunde. Am Safari Hotel, im mittelsten Wald, lassen wir uns absetzen. Es wird von unserem Reiseführer empfohlen. Auch ist es nicht schlecht, finden wir, nachdem wir uns die Bandas (Hütten) angeschaut haben, aber sehr weit ab vom Schuss. Wenn wir morgen früh, was wir geplant haben, auf Schimpansen Trekkingtour gehen, dann müssen wir bereits im Finsteren loslaufen, um pünktlich beim Kanyanchu Tourist Centre, dem Treffpunkt, zu sein. Wir entschließen uns mit Sack und Pack die ca. drei Kilometer jetzt noch zurückzulegen und im Tourist Centre nach einer Unterkunft zu fragen.

Vollkommen abgeschieden führt die Straße, auf der wir auch gerade gekommen sind, durch den Dschungel. Die Mittagssonne prasselt fast senkrecht vom Himmel, es ist unheimlich heiß. Nachdem wir ein paar hundert Meter zurückgelegt haben, weit und breit keine Menschenseele mehr, keine Hütte, kein Fahrzeug kommt des Weges. Außer dem Rascheln der Blätter und dem Zwitschern der Vögel, sind nur noch unsere Schritte zu hören.

Da plötzlich Knacken im Gebüsch. Wir stoppen und lauschen. Da springt mit einem Mal ein Pavian aus dem Busch. Ihm folgt ein zweiter und ein dritter. Es ist eine ganze Horde. Wir stehen da wie angewurzelt. Was nun? Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen. Auf so eine Situation sind wir nicht vorbereitet. Fallen Paviane eigentlich Menschen an? In der Hoffnung, dass sie bald wieder verschwinden und sich nicht auf uns stürzen, bleiben wir ruhig stehen.

Sie machen aber keine Anstalten, den Weg wieder freizugeben. Springen von einer Straßenseite auf die andere. Wir warten. Nach einer Weile verschwinden sie wieder im Busch. Ganz vorsichtig schleichen wir vorwärts. Immer die Ohren gespitzt, ob es im Gestrüpp wieder knackt. Nichts mehr. Sie scheinen verschwunden.

Erschöpft und durstig erreichen wir das Kanyanchu Tourist Centre und finden hier auch ein Nachtlager. Nachdem wir einen breiten Weg durch den Wald gegangen sind, öffnet sich der Busch zu einer Lichtung, auf der das Centre zu finden ist. Ein überdachtes Freiluftrestaurant und daneben das Gebäude der Wildlife Guards. Alles aus Holz erbaut, mit Korbstühlen und Korbtischen.

Einige Bandas liegen idyllisch verstreut mitten im Dschungel. Einfach eingerichtet, mit kleinem Vordach, ohne Strom und fließend Wasser. Jede dieser Hütten steht auf einer kleinen, vom Busch freigelegten Fläche, zu der ein schmaler Pfad führt.

Den Rest des Tages verbringen wir damit, unsere Wäsche zu waschen und am Abend als einzige Gäste mit den Angestellten zu plaudern, über Afrika, Europa und die Welt.

Die Nacht ist stockfinster in den Tropen, wenn kein Mond scheint. Nur mit Hilfe unserer Taschenlampe finden wir den Weg vom Restaurant zurück in unser Banda.

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06.02.-04.03.2003

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7 . Tag - Kigali - Ruhengeri


8. Tag - Ruhengeri - Gisenyi

9. Tag - Gisenyi

10. Tag - Gisenyi - Goma (DRC)

11. Tag - Gisenyi - Kabgayi

12. Tag - Kabgayi - Kabale (Uganda)


13. Tag - Lake Bunyonyi


14. Tag - Kabale - Fort Portale


15. Tag - Fort Portale

16. Tag - Fort Portale - Kibale Forest NP

17. Tag - Kibale NP - Kampala

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19. Tag - Jinja - Sipi Falls

20. Tag - Sipi Falls

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