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Reisebericht
13. Tag – 18.02.2003 Mein Geburtstag am Lake Bunyonyi In der Nacht hat es wieder wie aus Kannen gegossen. Ob die kleinen Zelte der Overlander unten am See noch stehen oder weggeschwemmt wurden? Der Blick aus dem Fenster unserer Hütte zeigt immer noch fette Wolken und Regen. Zudem ist es so kühl, dass wir uns Jacken drüberziehen müssen und zittern trotzdem noch vor Kälte. Erfroren in Afrika oder so.Wir sitzen frierend auf der überdachten Terrasse des Restaurants und frühstücken ausgedehnt, beobachten die Regentropfen auf dem See. Das kann ja ein toller Geburtstag werden, warten, dass der Regen aufhört. Um die Mittagszeit öffnet sich die Wolkendecke und die Sonne lässt sich blicken. Im Nu wird es wärmer und wir können jetzt auch unsere geplante Bootstour unternehmen. An der Rezeption des Camps mieten wir uns ein Motorboot mit Fahrer. Punishment Island, die erste kleine Insel, an der wir vorüberfahren, war einst die Insel der Verstoßenen. Ein einziger Baum steht auf ihr und unter diesem wurden in früheren Zeiten Frauen ausgesetzt, die unehelich schwanger geworden sind. Dann steuern wir Sharp´s Island an, wo wir auch an Land gehen. Ich denke mal, in fünf Minuten hat man dieses kleine Inselchen zu Fuß umrundet. Hier wohnt eine ugandische Familie, die zu einem etwas überhöhten Preis einfache Unterkünfte anbietet. Gäste sind aber keine vor Ort. Obwohl, es ist sicherlich sehr romantisch hier, besonders während des Sonnenuntergangs und am Abend. Der nächste Halt ist auf Bushara Island, die etwas größer ist und dicht bewaldet. Hier sind auch einige Wanderwege ausgeschildert. Auf der Spitze eines Hügels befindet sich ein Freiluftrestaurant und an den Hängen kleine Hütten, in denen man auch übernachten kann. Auch hier keine Gäste. Wir fahren wieder zurück in Richtung Camp. Weiße Wolken, wie riesige Wattebäusche, spiegeln sich im Wasser. Kleine Fischerboot gleiten über den See. Der lauwarme Wind trägt die Geräusche von den Hütten der Dörfer an den Hängen heran. Kinder singen und lachen, von weitem hört man jemanden trommeln. Am Abend auf der Terrasse des Restaurant lernen wir Bernhard
kennen. Er ist einer von denen, die mit einem Overland Truck
hier angekommen sind und der einzige Deutsche unter ihnen. Die
Gruppe ist drei Wochen von Nairobi nach Kapstadt unterwegs oder
umgedreht. Insgesamt zieht er aber drei Monate durch Afrika.
Beneidenswert.
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