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Togo und Benin Reisebericht 2006/2007

Togo und Benin

Menschen, Märkte und Voodoo.

Togo

Das kleine, schmale Togo, einst deutsches
Schutzgebiet, bevor es französisches Treuhandgebiet wurde, grenzt an Ghana, Burkina Faso und Benin. Von palmengesäumten Sandstränden
im Süden wechselt die Landschaft über in Hochebenen, bis sie sich im Norden in Savannenlandschaft ändert.

Die moderne Hauptstadt Lomé ist der beste
Ausgangspunkt, das Land zu erkunden. Nur ein paar Stunden benötigt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf relativ guter Straße, um im Norden das Land der Tamberma zu erreichen. Im 17. Jh. legten die Tamberma hier befestigte Wohnanlangen zum Schutz vor ihren Feinden an. Bis heute leben die Menschen in diesen kleinen Burgen, die ausschließlich aus Lehm, Holz und Stroh erbaut wurden. Ein Besuch im Land der Tamberma mit Besichtigung dieser Dörfer ist das Highlight einer Togoreise.

In Togo ist die Religion des Voodoo weit verbreitet. Auf dem Fetischmarkt in Lomé wird ein für uns Europäer recht fremdartiges Sortiment angeboten.

Tierhäute, –körper und –körperteile werden hier ebenso unterbreitet, wie Voodoopuppen und unterschiedlichste Gegenstände und Quintessenzen, die für das Praktizieren des Kults benötigt werden. Ein Führer gibt dem interessierten
Besucher einen kleinen Einblick in die verschiedensten Praktiken.

Wasserfälle und üppige, grüne Vegetation findet man im Westen und Südwesten Togos. Authentische Dörfer, farbenfrohe Feste und Festivals und bunte, geschäftige Märkte geben einen Einblick in den Alltag des westafrikanischen
Lebens.

Benin

In dem kleinen Land Benin, das an Togo, Burkina Faso, Niger und Nigeria grenzt, liegen eine Vielzahl Sehenswürdigkeiten und Attraktionen nah beieinander.

Das kleine, überschaubare Städtchen Porto Novo ist die Hauptstadt des Landes und man schlendert hier eher durch ruhige Straßen, die mit ehemaligen Kolonialbauten gesäumt sind. Die Großstadt Cotonou jedoch ist die Wirtschaftsmetropole Benins.

Das sagenumwobene Königreich Dahomey liegt auf dem heutigen Staatsgebiet Benins. Abomey, die einstige Hauptstadt, beherbergt den Palast der Könige, der besichtigt werden kann. Dahomey hatte vormals mit einem Amazonenheer aufzuwarten, das wegen seiner Tapferkeit und Grausamkeit weit gefürchtet war.

Ganvié, die größte Pfahlbausiedlung des Kontinents, liegt auf dem Lake Nokoué und wird oft als das Venedig Afrikas bezeichnet. Die Gründer der Stadt erbauten hier, in diesem schwer zugänglichen Gebiet, im 18. Jh. ihre ersten Häuserals Zufluchtsort vor den Sklavenjägern Dahomeys. Ganvié kann heute leicht per Motorboot erreicht und besucht werden.

Ouidah war früher Zentrum des Skalvenhandels und die ehemalige Sklavenroute, die die Gefangenen vom Markt zum Schiff zu Fuß zurücklegen mussten, säumen heute einige Statuen zum Gedenken an diese Zeit. Dieser Weg endet direkt am Meer - am „Tor ohne Wiederkehr“, welches 1992 restauriert wurde. Ouidah ist auch Schauplatz des weltgrößten Voodoo Festivals. Alljährlich, am 10. Januar,
einem offiziellen Feiertag im Staat Benin, finden sich hier Tausende Gäste und Mitwirkende ein, um an diesem Fest teilzunehmen.

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