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Im Rhythmus der Hitze

Sehenswertes

Sierra Leone Bildreisebericht 2008

09.02.-29.02.2008

Teil 6

Und dann kommt auch schon wieder der Zeitpunkt, sich zu verabschieden von Mama Beach, Henry und von denen, die uns die ganze Zeit umsorgt haben. Zum Abschied meint Henry noch, wenn wir das nächste Mal kommen, wird die neue Bungalowanlage stehen und wir werden in komfortablen Unterkünften mit Strom und fließend Wasser wohnen können. Ob wir uns das dann noch leisten können oder wollen?

Freetown

Zurück im YMCA Hostel in Freetown wartet unser gebuchtes Zimmer schon auf uns. Mittlerweile haben wir das Gefühl, wir kommen nach Hause, wenn wir ins Hostel zurückkehren.

Am Morgen des nächsten Tages wird es langsam Zeit, bei Royal Air Maroc die Rückflüge zu bestätigen. Den restlichen Tag nutzen wir, um noch durch verwinkelte Gassen und Straßen der Hauptstadt zu schlendern. Immer wieder eine Pause mit Getränken einlegend, denn die Hitze ist wieder mörderisch.

Blick auf Freetown

Am nächsten Tag unternehmen wir mit Mohamed noch eine Fahrt hinauf zum Fourah Bay College. Die Universität gilt als älteste im Afrika zwischen Sahara und Kalahari und wurde 1827 als Missionarschule gegründet. Das Areal des Colleges liegt auf einem Berg, etwas außerhalb der Stadt. Die Straße dahin bietet wundervolle Ausblicke auf Freetown und auf den Hafen und es lohnt, eine Strecke zu Fuß zu gehen. Der Rückweg ist bei diesem Klima natürlich angenehmer, denn es geht bergab.

Regent

Am letzten Tag vor unserer Abreise fahren wir noch mit einem Taxi nach Regent. Dieser Ort nahe Freetown soll einer der ersten Besiedlungsorte der freigelassenen Sklaven sein, die sich hier ansiedelten und die Stadt gründeten. Es sollen noch Häuser aus dieser Zeit existieren, die beschaulich inmitten grüner Vegetation stehen. Meine Vorstellungen waren wohl diesbezüglich etwas hochgegriffen.

Regent

Man findet ein paar wenige Häuser, verteilt zwischen zwei Hügeln. Dazwischen schlängelt sich eine Straße. Die alten Gebäude im Kolonialstil ähneln denen in Freetown, wobei man in der Stadt weitaus mehr Relikte aus dieser vergangenen Zeit sehen kann. Erstaunlich ist aber immer wieder, wenn man sich die Häuser näher betrachtet, dass sie noch nicht auseinander gefallen sind. Notdürftig geflickte Dächer und Bretter an den Außenfassaden halten die schiefen Bauten immer noch irgendwie zusammen.

Fährhafen in Freetown

Der Tag unserer Abreise ist gekommen und wir verlassen Sierra Leone, wie wir gekommen sind. Mit der Fähre setzen wir bereits vor dem Mittag nach Lungi über, obwohl unser Flug erst weit nach Mitternacht geht. Mohamed begleitet uns ein letztes Mal. In Lungi angekommen, verabschieden wir uns von ihm und er fährt mit der Fähre zurück in die Stadt.

Lungi Airport Hotel

Wir nehmen uns ein Taxi zum Lungi Airport Hotel. Hier wollen wir die Zeit bis zum Check-in verbringen. Für ein (für uns) geringes Entgeld können wir die Einrichtungen des Hotels den ganzen Tag über nutzen und wir lassen uns am Swimming Pool nieder. Krasser Unterschied, wenn man dieses doch luxeriöse Hotel mit den Unterkünften, die wir in den letzten drei Wochen hatten, miteinander vergleicht.

 

Gegen Mitternacht machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, der nur etwa 5 Minuten entfernt liegt. Bei unserer Ankunft liegt das ganze Gebäude noch in Dunkelheit gehüllt. Nur ein paar Scheine von Taschenlampen geistern durch das Gebäude. Irgendwann wird dann der große Generator angeworfen, der den Flughafen mit Strom versorgt. Aber dreimal fällt der Strom noch in der Zeit bis zum Abflug aus.

Wir starten relativ pünktlich gegen 4:00 Uhr in Freetown. Unsere Rückreise geht über Casablanca nach Frankfurt und dann weiter nach Dresden, welches wir dann am Abend erreichen.

Wir sind wieder zu Hause.

Ende

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