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Sierra Leone Bildreisebericht 2008
09.02.-29.02.2008
Teil 2
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Am nächsten Tag ist Strandbesuch angesagt. Mit dem Pickup eines Bekannten fahren wir nach Bureh Beach. Da die Hauptstraße aus der Stadt raus wie jeden Tag im Verkehrskolaps erstickt, nutzen wir die schlechte Straße, die fast ausschließlich am Meer vorbei führt. |
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Über Hill Station geht es weiter nach Waterloo. Vorbei an Tombo und Mama Beach erreichen wir nach ca. 1 Stunde Bureh Town, ein kleines Fischerdorf an einem der schönsten Strände Sierra Leones. |
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Somit ist für den heutigen Tag Baden und Relaxen am Strand angesagt. Leider fällt auf, dass sich im Gegensatz zu vor zwei Jahren jede Menge Müll am Strand angesammelt hat und es scheint sich niemand verantwortlich zu fühlen, diesen wegzuräumen. Auch wurden in der Zwischenzeit ein paar neue Strandhütten gebaut und im Palmenwald kann man ein im Bau befindliches Gebäude erkennen. |
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Wir erfahren, dass dies mal ein Hotel werden soll. Jedoch ruht das Bauvorhaben momentan aus Mangel an Finanzen. Die Jungs vom Strand sind bekannt dafür, dass sie super lecker Fisch vom Grill mit Reis und Soße zubereiten. Das gönnen wir uns vor Sonnenuntergang und danach geht es wieder zurück nach Freetown. |
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Am heutigen Tag wird die Anmietung eines Autos perfekt gemacht. Der Manager des YMCA Hostels hat für uns eine Autovermietung ausfindig gemacht und einer ihrer Mitarbieter kommt ins Hostel, um mit uns den Vertrag abzuschließen. Wir mieten uns ein Fahrzeug (mit Fahrer ist Pflicht) für 100 US$ pro Tag. Das ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber günstiger geht es in Sierra Leone nicht. Dann faulenzen wir erst mal wieder auf der Terrasse. Bei diesen tropischen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit hat man irgendwie nur wenig Lust, einen Schritt vor die Tür zu setzen. |
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Am Nachmittag machen wir uns zusammen mit Mohamed dennoch auf den Weg nach Lumley Beach, dem Hausstrand von Freetown. Kilometerlang streckt sich der feine Sandstrand entlang der Küste und im Hintergrund türmen sich die hohen Berge der Freetown-Halbinsel. Viele kleine Bars und Restaurants findet man entlang des Strandes und ebenso viele werden neu gebaut. |
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Am Abend finden wir ein Restaurant mit Straßenverkauf, welches bei den Einheimischen sehr beliebt zu sein scheint. Hamburger, Fried Chicken, Shawarma... und dazu ein Bierchen, draußen an den Tischen, unter den Sonnenschirmen. Hier gibt es auch etwas für uns, was einem nicht gleich vor Schärfe die Kehle ausbrennt, denn die Sierra Leonis sparen keines Falls an Pfeffer und Peperoni. |
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Aber nicht nur das. Die mit verschiedenen Gewürzen und Ölen zubereiteten Speisen sind für den europäischen Verdauungstrakt so ungewöhnlich, dass er mit mehr oder weniger starkem Durchfall reagiert. Auch uns hat es schon getroffen. |
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Den Vormittag des nächsten Tages vertrödeln wir auch mehr oder weniger mit Postkarten schreiben und auf der Terrasse sitzen. Später machen wir uns dann zu Fuß auf den Weg in den Stadtteil Kingston, wo Fata, ein Freund Mohameds, Automechaniker lernt. Ihm wollen wir einen Besuch abstatten und uns anschauen, wie es in einer afrikanschen Werkstatt zugeht. Viele defekte Autos stehen auf dem Hof, die darauf warten, wieder in Gang zu kommen. |
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Heut soll nun unsere Tour in den Norden des Landes starten, wofür wir uns das Auto mit Fahrer gemietet haben. Pünktlich 8:00 Uhr steht das Fahrzeug vor der Tür. Und so verlassen wir Freetown nun für ein paar Tage. Aber bevor es richtig losgehen soll, müssen wir noch tanken. Was wir (noch) nicht wissen, im gesamten Land herrscht momentan Mangel an Kraftstoff. |
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Das heißt, wir verbringen erst einmal 2 1/2 Stunden mit Warten an einer Tankstelle, um dann rationierte 3 Gallonen Benzin zu bekommen. Das sind gerade mal reichlich 11 Liter. Bei einem Spritschlucker wie einem Isuzu Jeep reicht dies nicht einmal für 100 km. Nach Bitten und Betteln erhalten wir 5 Gallonen. Aber es sind nicht nur Fahrzeuge, die an der Tankstelle warten, auch Hunderte Menschen mit gelben Plastikbenzinkanistern haben sich in die lange Schlange eingereiht. |
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So vergeht der gesamte Vormittag und erst gegen Mittag können wir in Richtung Norden starten, mit Ziel Kabala. Die Straße dahin soll gut bis sehr gut sein und normalerweise schafft man diese Strecke in 2 - 3 Stunden. Aber die erste Panne kommt bereits nach 50 km, kurz vor Masiaka. Der Motor verschluckt sich, stottert und dann sagt er keinen Ton mehr. Unser Fahrer telefoniert mehrmals mit Freetown. |
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Zum Glück haben wir unweit eines Dorfes gehalten. Denn als wir erfahren, dass wir nun warten müssen, bis ein neues Auto von Freetown hierher gebracht wird, können wir uns im Dorf erst einmal nach etwas Trinkbarem umschauen. Die Kinder haben sich schon mal am Straßenrand eingefunden und beobachten uns, als wären wir die Attraktion des Tages. |
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