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von FanciskaAidara - . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reisebericht
9. Tag - 23.12.2004 - Bafata - Georgetown (Gambia) ...aus Guinea-Bissau kommend: Dann geht es weiter zu Fuß auf senegalesische Seite, wo wir uns ein anderes Taxi nehmen müssen. Bis Kolda fahren wir wieder auf Piste. Und hier müssen wir erneut umsteigen, um nach Pata, an die gambische Grenze zu gelangen. Die Straße wird immer schmaler und gleicht nur noch einem schlechteren Feldweg. Manchmal könnte man meinen, wir fahren durch ein ausgetrocknetes Flussbett, so tief liegt der ausgewaschene Weg. Vielleicht ist es auch eins. Ausreise aus dem Senegal. Wieder Fahrzeugwechsel. Eine Oma, die schon seit Bafata mit uns fährt und uns in Kolda geholfen hatte, dass wir nicht zu viel für die Beförderung unserer Rucksäcke zu bezahlen hatten, kommt auch weiterhin mit uns. Bis nach Gambia sind es jetzt noch etwa 10 km. Ein kleiner Pkw versucht sich jetzt auf dem Feldweg. Aber wir schaffen vorerst nur die Hälfte der Strecke und bleiben in der mittelsten Prärie stehen. Weit und breit nur vertrocknete Graslandschaft und ein paar einzelne Bäume. Eine Kuhherde zieht an uns vorbei, während der Fahrer unter der Motorhaube bastelt. Schon beim zweiten Versuch springt der Wagen wieder an und hält bis zur Grenze durch. Gambia begrüßt uns mit dem kompletten Räumen der Rucksäcke und auch des Handgepäcks. Als nächstes will uns der Grenzbeamte weiß machen, dass wir für Gambia ein Visum brauchen. Denn sonst könnte es teuer werden. Nun, meine ich zu ihm, dann werden wir doch mal die Deutsche Botschaft anrufen. Die wissen es sicher ganz genau. Von einem Visum ist von nun an keine Rede mehr. Jetzt könnte man ja mal den Versuch mit dem Heiratsantrag starten. "Seid Ihr verheiratet?" Ja, wir sind es. Aber nicht wirklich, nur hier in Afrika. Das erspart oft weitere Fragen. Tja, das lässt sich nicht ändern. Nach dem Austausch von einer paar Nettigkeiten können wir dann endlich gehen. Wie an jeder Grenze, müssen wir uns auch hier wieder ein anderes Fahrzeug suchen. Die Leute warten schon längere Zeit auf den Bus nach Georgetown und so warten wir mit. Als er dann kommt, beginnt ein Drängeln und Schubsen und Schieben. Die Einen sind noch gar nicht ausgestiegen, da quälen sich die Anderen schon rein. Koste, was es wolle. Das wird uns noch einige Male in Gamiba unterkommen und wir sehen dann auch so manches Fahrzeug ohne uns abfahren und warten eben auf das nächste. Bis zum Gambia River, den wir hier wieder überqueren müssen, sind es nur ein paar Kilometer. Aber es kann nicht mehr all zu lange dauern, bis es dunkel wird. Als wir am Fluss ankommen, erfahren wir, dass die Leute schon drei Stunden warten, denn die Fähre ist defekt. Es wird aber jeden Moment eine andere kommen. Jeden Moment, das bedeutet, wir richten uns erst einmal auf eine längere Wartezeit ein und machen es uns gemütlich auf unseren Rucksäcken. Aber wer hätte das gedacht, keine fünf Minuten sind seit unser Ankunft vergangen und ein Motorengeräusch ist zu hören. Es nähert sich und als die Fähre um die Flussbiegung getuckert kommt, wird sie johlend und klatschend begrüßt. Man fragt sich, wieso es eigentlich über den Gambia River nicht eine Brücke gibt. Es würde doch, gerade den Transport von Waren, bedeutend erleichtern. Später im Senegal erfahren wir, dass der senegalesische Präsident dem gambischen bereits angeboten hat, gemeinsam eine Brücke auf der Strecke Soma - Farafenni zu bauen, auf dem Trans Gambian Highway , der Haupttransitstrecke durch Gambia. Es ist schon vorgekommen, dass LKWs dort bis zu drei Wochen auf die Überfahrt warten mussten. Der Gambier hat abgelehnt. Zum Abschluss des Tages folgt nun noch ein 2 km Fußmarsch bis zum Baobolong Camp . Wir werden von ein paar einheimischen Jungs begleitet, die uns wieder jede Menge Fragen stellen. Auf einmal erzählen sie uns, dass der Eine, der schon die ganze Zeit mit dem Fahrrad nebenher fährt, Koch in diesem Camp sei. Na, dann aber los! Er kann schon mal das Essen für uns bestellen. Chicken gibt es überall. Und er tritt in die Pedalen. Als wir im Camp ankommen, ist es bereits finster und es wird gerade der hauseigene Generator angeworfen. Der Rest der Stadt hat kein Licht, denn die Hauptstromversorgung ist defekt.
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