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von FanciskaAidara - . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reisebericht
23. Tag - 06.01.2004 - St. Louis Wir erkunden heute St. Louis zu Fuß. Unser Hotel, das Hotel du Palais , befindet sich auf der Flussinsel Î le de Saint-Louis , die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Diese 507 m lange Eisenbrücke wurde von Gustave Eiffel konstruiert und ist seit 1897 in Betrieb. Auf der Insel fühlt man sich teilweise zurückversetzt in die Kolonialzeit. Die guterhalten Häuserzeilen französischer Faktoreien und Wohngebäude sollen von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden sein. Jedoch findet man widersprüchliche Einträge in den Reiseführern. Die einen schreiben, dass es so sei. Die anderen verneinen dies. Man findet viele Hotels, Restaurants und Geschäfte in den Straßen. St. Louis hat sich zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickelt, was sich auch schnell bemerkbar macht, wenn man durch die Stadt bummelt. Man wird ständig angesprochen, bekommt irgendwelche Ware angeboten, Souvenirläden mit Ansichtskartenständern findet man an jeder Ecke. Da wir ein paar interessante Sachen entdecken, versuchen wir auf dem Festland noch eine Bank zu finden, um Geld zu tauschen. Auf der Insel sind diese am Nachmittag bereits geschlossen. Aber auch hier haben die Kreditinstitute bereits ihre Pforten geschlossen. Vor einer der Banken steht ein Sicherheitsbeamter, den wir höflich fragen, ob man heute noch ein paar Euro in CFA-Francs tauschen kann. Er verneint und meint, dass das erst morgen wieder möglich ist. Wir stehen etwas ratlos da. Kein Geld, kein Einkauf. Da noch Licht im Gebäude brennt, klopft der Beamte kurzerhand an eines der vergitterten Fenster und siehe da, ein junger Mann öffnet es. Wir unterbreiten unser Anliegen, aber der Bankangestellte meint, dass ein Tausch heute wirklich nicht mehr möglich sei, es ist geschlossen und wir sollten doch morgen früh wiederkommen. Nach einer Weile bitten, dass doch irgendetwas zu machen sein muss, denn er könnte doch morgen den Betrag buchen, willigt er ein. Wir reichen ihm unsere Euroscheine durch die Gitter und bekommen im Gegenzug den Wert in CFA-Francs zurück. Der Einkaufsbummel auf der Î le de Saint-Louis kann beginnen. Die gestrige, ziemlich luftige Busfahrt hat mir wohl einen neuen Schnupfen beschert. Die ersten Anzeichen zeigen sich durch ständiges Niesen und Kratzen im Hals...
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