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Im Rhythmus der Hitze

Reisebericht

9. Tag – 14.02.2003 Gisenyi

Nach den Strapazen von gestern, ist heute Ausruhen angesagt. Der Lake Kivu liegt direkt vor unserer Unterkunft und lädt geradezu zum Baden ein. Außerdem scheint heute Morgen, was bis jetzt ziemlich selten der Fall war, die Sonne. Das Wasser ist klar und sehr sauber. Da der See sehr methanhaltig ist, gibt es nur sehr wenige und kleine Fische darin. Kurz vorm Mittag ziehen Wolken auf und bald ist der Himmel wieder vollkommen bedeckt.

Also machen wir uns auf den Weg, um uns nach einer Fahrt mit dem Boot nach Kibuye, unserem nächsten geplanten Anlaufpunkt, zu erkundigen. Ein Motorboot soll der schnellste Weg dahin sein.


Der Hafen der Stadt namens Rubona ist etwa 6 km von Gisenyi selbst entfernt. Die Straße windet sich wieder einmal bergauf, immer am Ufer des Sees entlang. Unterwegs schließen sich uns ein paar Kinder und ein alter Mann an. Der letztere bleibt unser Begleiter bis wir den Hafen erreicht haben und kommt auch mit in das Restaurant am See. Setzt sich mit zu uns an den Tisch. Wir bestellen ihm einen Drink, da er uns den Weg zum Hafen gezeigt hat.

Von einem Hafen kann ja hier nicht direkt die Rede sein, weil, man sieht keine Boote und keine Schiffe. Es ist wohl eher ein Anlegeplatz. Mittlerweile findet sich der Bootsbesitzer ein, der morgen nach Kibuye fahren würde. 100 US$ will er für die Überfahrt haben. Das ist uns bei weitem zu viel. Auch als er uns zu verstehen gibt, wenn sich 10 Passagiere finden, jeder nur seinen Anteil bezahlt, lehnen wir ab. Denn was ist, wenn sich nicht genügend Passagiere finden? Dann heißt es entweder wieder stundenlang warten oder die Summe bezahlen. Wir werden morgen den Kleinbus nehmen.

Bevor wir zu Bett gehen, entschließen wir uns doch noch, einen Tag länger zu bleiben und die Grenze nach Goma zu überqueren. Was diese Entscheidung bewirkte, trug sich folgendermaßen zu:

Ich muss vorher erwähnen, dass die Kommunikation mit dem Personal hier nur mit Hilfe von Händen und Füßen funktioniert, sowie mit dem Zeichnen auf ein Blatt Papier. Beate hatte wieder einmal Appetit auf Tilapia. Das ist ein Fisch. Aber es ist kein Tilapia im Haus. Das macht nichts, also kein Fisch. Ich male unser Abendessen auf ein Stück Papier. Für Beate einmal Reis mit Bohnen und für mich einmal Kochbananen mit Bohnen ohne irgendwelche Fleischbeilagen. Weder Fisch, noch ein Gummihuhn, wie gestern.

Die Zubereitung dauert wieder reichlich eine Stunde. Dann plötzlich stellt uns der Angestellte unter anderem einen fetten Fisch, der in einer roter Soße schwimmt, auf den Tisch. Wir schauen uns erstaunt an, wir wollten keinen anderen Fisch. Und wie es Fisch im allgemeinen so an sich hat, riecht und schmeckt er nach Fisch. Aber dieser Fisch hat mehr davon, als alle anderen. Überdies hat er einen eigenartigen Beigeschmack, aus dem man schließen kann, dass der Fisch nicht mehr ganz frisch ist. Demzufolge lassen wir ihn nahezu unangerührt stehen.

Als der Kellner die Rechnung bringt, versuche ich ihm verständlich zu machen, dass wir keinen Fisch bestellt haben und erst recht keinen, der kein Tilapia ist. Auch mit Hilfe unserer Bestellzeichnung versteht er nicht, was ich sagen will.

Er nimmt mich an die Hand und führt mich nach draußen in den Garten. Dort sitzen ein paar andere Gäste, unter ihnen ein Ruander, der, wie sich rausstellt, fließend englisch spricht. Na endlich funktioniert es mit der Kommunikation. Denn jetzt, nach der Übersetzung ins Kinyarwanda, versteht der Angestellte auch mein Anliegen. Alles ist klar und der Fisch, den wir nicht gegessen, wird von der Rechnung gestrichen.

Der Gast, der eben übersetzt hat, fragt mich: „Seid Ihr eigentlich schon in Goma drüben gewesen und habt Euch die Lava angeschaut?“ Ich verneine. „Das müsst Ihr Euch unbedingt anschauen, “ meint er. „Die Lava ist in zwei Strömen durch die ganze Stadt geflossen, bis in den See. Viele der Häuser stehen ganz oder bis zur Hälfte in der erstarrten Lava. Und außerdem, arbeiten dort drüben viele Deutsche. Einige von ihnen kenne ich auch.“ Viele Deutsche? Man könnte ihnen ja nebenbei einen Besuch abstatten.

Wieder an unserem Tisch erzähle ich Beate von der Unterhaltung. Sollten wir nicht doch einen Abstecher nach Goma unternehmen? Wann kommen wir schon wieder einmal hierher? Wahrscheinlich nie. Und wir könnten wirklich einmal schauen, was unsere Landsmänner in Goma tun. Der Ruander hatte mich überzeugt und Beate sah es dann genauso. Also, wir bleiben noch einen Tag länger und holen uns morgen ein Visum für den Kongo.

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06.02.-04.03.2003

1./2. Tag - Frankfurt - Dubai

3. Tag - Dubai - Nairobi - Entebbe

4 . Tag - Kampala - Masaka -Mbarara


5. Tag - Mbarara - Kigali (Ruanda)

6. Tag - Kigali - Nyamata

7 . Tag - Kigali - Ruhengeri


8. Tag - Ruhengeri - Gisenyi

9. Tag - Gisenyi

10. Tag - Gisenyi - Goma (DRC)

11. Tag - Gisenyi - Kabgayi

12. Tag - Kabgayi - Kabale (Uganda)


13. Tag - Lake Bunyonyi


14. Tag - Kabale - Fort Portale


15. Tag - Fort Portale

16. Tag - Fort Portale - Kibale Forest NP

17. Tag - Kibale NP - Kampala

18. Tag - Kampala - Jinja

19. Tag - Jinja - Sipi Falls

20. Tag - Sipi Falls

21. Tag - Sipi Falls - Entebbe

22. Tag - Entebbe

23. Tag - Entebbe - Kampala

24. Tag - Kampala

25. Tag - Kampala

26./27. Tag - Kampala - Dubai - Frankfurt