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Reisebericht
5. Tag – 10.02.2003 Mbarara – Kigali (Ruanda) ...aus Uganda kommend: Wir stehen im Regen auf ruandischer Seite und warten wieder einmal auf die Abfahrt. Die Scheiben sind alle beschlagen und von draußen sieht man so gut wie nichts mehr. Worauf warten wir jetzt eigentlich wieder? Nach einer Weile steigt eine Frau mit ihrem Gepäck zu, um nach einer viertelstündigen Diskussion mit Sack und Pack wieder auszusteigen. Das verstehe jemand. Jedenfalls nicht wir, da wir die einheimische Sprache nicht beherrschen.Jetzt geht es endlich weiter. Wir wechseln die Straßenseite, da in Ruanda Rechtsverkehr herrscht und stellen unsere Uhr eine Stunde zurück. Die Strecke führt jetzt durch eine traumhafte Landschaft. So wie wir die Grenze überschritten haben, türmen sich die Berge noch höher und wir fahren direkt zwischen ihnen hindurch. In sattem Grün liegen Felder und Plantagen. Alles, auch das kleinste Fleckchen Erde, ist kultiviert. Schon jetzt und auch später, als wir noch mehr vom Land sehen, finde ich, ist der Ausspruch „Ruanda ist die Schweiz Afrikas“ keinesfalls übertrieben. Kurz vor Kigali kommen wir in eine Polizeikontrolle. Alle Fahrgäste müssen den Kleinbus verlassen und im Kofferraum wird das Gepäck kontrolliert. Der Regen hat inzwischen aufgehört und hin und wieder lassen die vorbeiziehenden großen, grauen Wolken die Sonne durchblicken. Am späten Nachmittag erreichen wir den Buspark von Kigali und werden sofort wieder von unzähligen Taxifahrern umringt. Mit zwei der Mopedtaxis suchen wir zuerst eine Bank, um ein paar Dollars in Ruanda Francs zu tauschen. Irgendwie müssen wir ja die beiden dann auch bezahlen. Wie zu erwarten war, haben um diese Zeit schon alle Banken geschlossen. Im Zentrum entdecken wir ein luxuriöses Hotel und versuchen hier unser Glück. Man tauscht uns zu einem etwas niedrigerem Kurs .
Wir machen uns noch auf den Weg, bergauf natürlich, um im Zentrum nach einem Internetcafé zu suchen. Wir werden auch schnell fündig. Die Verbindungen sind recht langsam und mit der französischen Tastatur haben wir auch noch zu kämpfen. Die Sonne ist lange untergegangen, als wir uns auf den Weg
zurück zur Auberge machen. Es ist ziemlich gefährlich,
sich im Dunkeln durch die Stadt zu bewegen. In dieser Gegend
gibt es nicht eine Straßenlampe und die Fußwege
sind mit allerlei Fallen und Hindernissen gespickt. Vor allen
Dingen Schlaglöcher, aber auch große Steine und plötzlich
abfallende Bordsteinkanten. Entweder man geht auf der Straße
und es besteht die Gefahr, sich an- oder überfahren zu
lassen oder man benutzt eben diese Fußwege und bricht
sich im schlimmsten Fall nur die Beine. Ohne Taschenlampe sollte
man sich nicht auf den Weg machen.
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