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Im Rhythmus der Hitze

Reisebericht

11. Tag – 16.02.2003 Gisenyi – Kabgayi (Nyanza)

Das Wetter sieht heute nicht besonders aus. Es nieselt leicht und fette, graue Wolken hängen über dem See. Auf dem Weg zur Busstation beginnt es immer stärker zu regnen und wir schaffen es gerade noch unter das Dach eines Geschäftes, bevor ein Wolkenbruch und ein kräftiges Gewitter losplatzen. Hier erkundigen wir uns nach einem Minibus nach Kibuye. Nun, da heute Sonntag ist, fährt vor nachmittags nichts in diese Richtung. Aber jetzt ist es gerade mal 9:00 Uhr!

Da es nicht mehr aufhören will zu regnen, schauen wir im Internetcafé vorbei. Erstaunlicherweise sind alle drei Plätze frei. Kein Wunder, es gibt keine Verbindung. Rwandacell hat wohl Probleme mit dem Gewitter.


Als wir vor der Tür stehen und überlegen, was wir jetzt machen, sehen wir ihn endlich einmal. Den Nyiragongo Vulkan. Die ganze Zeit haben wir uns schon gefragt und Ausschau gehalten, wo sich wohl der besagte Vulkan befinden könnte. Nach diesem starken, tropischen Regen offenbart er sich majestätisch, der Vulkan, der sonst in Wolken gehüllt war. Es dauert auch nur wenige Minuten, dann verschwindet er wieder im Nebel.

Planänderung: Kibuye lassen wir aus, Butare haben wir ohnehin schon gestrichen. Also auf nach Nyanza, in den Königspalast. Drei Stunden braucht der Kleinbus, teils in strömendem Regen bis nach Kigali. Die Scheibe in der Beifahrerseite fehlt und ist mit einer Plastikfolie geschützt. Die ganze Strecke, die wir bergauf gefahren sind, müssen wir jetzt wieder bergab. Der Fahrer scheint keine Bremsen zu kennen und die Reifen quietschen in jeder Kurve. Man wird von einem Sitznachbarn zum anderen gedrückt.

In Kigali steigen wir um und nehmen ein Fahrzeug nach Kabgayi. Hier angekommen, finden wir in der Kirche Unterkunft. Ein riesiger Gebäudekomplex, der zu der Kathedrale gehört, die übrigens die älteste in Ruanda (erbaut 1925), fasst nahezu einhundert Zimmer. Da Beate und ich nicht miteinander verheiratet sind, dürfen wir kein Doppelzimmer nutzen. D.h., jeder von uns bekommt ein Einzelzimmer. Nur verheirateten Paaren ist es hier gestattet, gemeinsam zu übernachten.

Es soll hier auch ein kleines Museum geben, welches antike Waffen, wie Messer, Speere, Pfeile beherbergt sowie Musikinstrumente, Informationen über traditionelle Medikamente und vieles mehr. Leider ist dieses geschlossen. Nicht nur heute, vielleicht den ganzen Monat. Das weiß man noch nicht genau.

Also machen wir uns heute noch auf den Weg nach Nyanza. Einige Kilometer vom Zentrum des Ortes entfernt findet man den Palast des Mwami (König), der rekonstruiert wurde. Die ersten Kolonisatoren waren Deutsche und kamen Ende des 19. Jahrhundert an den Königshof.


Der Palast ist ein hübsches, kleines Häuschen aus Bambus. Zwei junge Frauen, die wir hier treffen, zeigen uns das Innere. Es ist fast stockfinster, aber angenehm kühl unter dem dichten Dach. Viel zu sehen gibt es nicht. Ein paar antike Gefäße, ein paar Pfeifen des Königs und Bastmatten. In einem Nebengebäude aus der Neuzeit finden sich noch jede Menge Fotos und Zeitungsartikel, die auf Pappe geklebt wurden, und den Mwami mit seinem Hofstaat zeigen sowie europäische Besucher und Kolonialbeamte, mit ihren typischen Tropenhüten und vieles mehr.

Wir fragen nach dem Preis für die kleine Führung. Eines der Mädchen nennt uns das Zehnfache, was im Reiseführer angegeben ist. Wir weigern uns dagegen. Nein, der Preis wäre schon so richtig. Ich bin ein klein wenig aufgebracht, weil man nicht das erste Mal von uns Wucherpreise verlangt. Auch wenn wir heute vielleicht die einzigen Besucher hier waren, sind wir es langsam leid, überall geschröpft zu werden. Ich zeige ihr im Reiseführer den angegebenen Preis, sage ihr, dass dies extra zur Information für Touristen geschrieben wurde und wir nicht mehr bezahlen werden. Sie scheinen zu verstehen und wir sind uns einig.

Auf dem Rückweg, es ist bereits finster, halten wir in Gitarama und essen zu Abend in einem kleinen, einheimischen Restaurant. Ob hier schon jemals Weiße eingekehrt sind?

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06.02.-04.03.2003

1./2. Tag - Frankfurt - Dubai

3. Tag - Dubai - Nairobi - Entebbe

4 . Tag - Kampala - Masaka -Mbarara


5. Tag - Mbarara - Kigali (Ruanda)

6. Tag - Kigali - Nyamata

7 . Tag - Kigali - Ruhengeri


8. Tag - Ruhengeri - Gisenyi

9. Tag - Gisenyi

10. Tag - Gisenyi - Goma (DRC)

11. Tag - Gisenyi - Kabgayi

12. Tag - Kabgayi - Kabale (Uganda)

13. Tag - Lake Bunyonyi


14. Tag - Kabale - Fort Portale


15. Tag - Fort Portale

16. Tag - Fort Portale - Kibale Forest NP

17. Tag - Kibale NP - Kampala

18. Tag - Kampala - Jinja

19. Tag - Jinja - Sipi Falls

20. Tag - Sipi Falls

21. Tag - Sipi Falls - Entebbe

22. Tag - Entebbe

23. Tag - Entebbe - Kampala

24. Tag - Kampala

25. Tag - Kampala

26./27. Tag - Kampala - Dubai - Frankfurt