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Afrika Kalender 2012

Go Belize - Eine Reise in die Karibik

Im Rhythmus der Hitze

Reisebericht

6. Tag - 10.02.2000 Senga Bay

Und auch am Morgen hat es noch nicht aufgehört zu regnen. Während des Frühstücks überlegen wir, was wir bei diesem miesen Wetter unternehmen könnten. Die Fahrt nach Lizzard Island fällt erst einmal ins Wasser, im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Engländer empfehlen uns die tropische Fischfarm ganz in der Nähe zu besichtigen. Es ist möglich mit dem Auto dahin zu fahren und gern nehmen wir das Angebot an, dass uns ein Angestellter der Lodge begleitet. Alick kommt mit uns. Er arbeitet erst seit einem Vierteljahr hier.

Ein ganzes Stück müssen wir wieder auf der miserablen Straße Richtung Salima zurück, bis wir an einen Abzweig kommen. Die tropischen Fische die man hier auf der Farm züchtet, werden im Lake Malawi gefangen. Danach werden sie in kleineren Becken aufbewahrt und für den Export nach Europa und Südafrika vorbereitet. Man kann sie dann für teures Geld in den Zoohandlungen kaufen und in seinem Aquarium schwimmen lassen. Die Fische gibt es in den buntesten Farben.

Wir machen noch einen kurzen Besuch beim Besitzer der Farm, einem Südafrikaner. Er ist erfreut, dass wir mal vorbeischauen, sagt er und erzählt uns gleich seine Geschichte. In den 60ern hat er Afrika durchquert, von Süd nach Nord. Dabei ist er in Kapstadt gestartet, von Cairo aus weiter nach Tunis, per Fähre nach Frankreich, hat Checkpoint Charlie passiert und war pünktlich zu seinem 25. Geburtstag in Warschau.

Es regnet nur noch ein wenig und wir haben die Hoffnung, dass es nachmittags vielleicht noch aufhört.

Alick will uns noch ein Fischerdorf am See zeigen. Schon als wir das Auto abstellen, kommen uns Kinder entgegengerannt. Das Dorf liegt mit seinen Strohhütten direkt am See. Die Fischer sind mit ihrer täglichen Arbeit beschäftigt. Sie schlachten Fische, bieten sie zum Verkauf an und fahren erneut wieder mit ihren Netzen hinaus.

Wenn wir möchten, sagt Alick, können wir gern noch ein anders Dorf, nicht weit von diesem entfernt, besuchen. Sein Heimatdorf. Er bittet uns noch im hiesigen Laden ein paar Bonbons für die Kinder zu kaufen, die er dann gleich als wir angekommen sind, verteilt.

Da es schon Mittagszeit ist, kaufen wir uns hier ein paar Maisbrötchen. Sie sind leicht und locker und im Geschmack in etwa mit unserem Einback zu vergleichen.

Zurück am Auto zupft mir ständig ein Junge am T-Shirt und bettelt um Geld. Über Alick lasse ich ihm erklären, dass wir grundsätzlich Kindern kein Geld geben. Außerdem wäre es doch ungerecht den anderen gegenüber. Ich gebe ihm Geld und was ist mit den anderen zwanzig bis dreißig Kindern, die drum herum stehen?

Die Kinder fragen uns, ob sie die restlichen Maisbrötchen bekommen könnten. Warum nicht, wir können uns später wieder neue kaufen. Als ich ihnen nichtsahnend die Tüte mit den restlichen Brötchen reiche, stürzen sich alle sofort darauf. Augenblicklich zerfetzen sie die Plastiktüte und jeder versucht ein Stück davon abzubekommen. Es beginnt ein regelrechter Kampf ums Essen.

Darüber waren wir erst einmal sehr erschrocken. Immer wenn wir ein paar Bonbons gegeben haben, standen alle brav in einer Reihe und haben sogar darauf geachtet, dass jeder, auch der Kleinste, etwas abbekommt. Wir hatten gedacht, dass es in Malawi eigentlich keinen Hunger gibt. Der größte Teil der Bevölkerung lebt auf dem Land. Der Boden ist fruchtbar und jede Familie baut Lebensmittel zum Eigenverbrauch an. Der See gibt den Menschen auch ausreichend Nahrung.

Es hat aufgehört zu regnen und als wir zurück im Carolina´s sind, scheint sogar wieder die Sonne. So kommen wir heute doch noch nach Lizzard Island. Alick wird uns mit dem Motorboot auf die Insel fahren. Wir packen Badesachen und Schnorchelutensilien ein und ab geht's.

Nachträglich hat man uns abgeraten, den Ausflug mit den einheimischen Jungs zu unternehmen. Gerade erst letzten Monat hätten ein paar Argentinier draufzahlen müssen. Sie wurden erst wieder zurückgebracht, nachdem sie noch eine zusätzliche Summe gezahlt hatten. Wie weit diese Geschichten stimmen, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass die Jungs die Bootstour bedeutend billiger anbieten, als es in den Lodges getan wird.

Die Insel besteht nur aus großen Felsen und Steinen, die mit Bäumen und anderen Pflanzen bewachsen sind. Das Wasser ist glasklar und wir haben die Möglichkeit, die bunte, tropische Fischwelt des Lake Malawi zu bewundern.

Wer einmal in Senga Bay ist, sollte diesen Platz nicht missen. Es lohnt sich wirklich. Leider bleiben wir aus finanziellen Gründen nur eine Stunde hier. Das Boot mit Fahrer kostet pro Stunde 20 US$.

Der Tag neigt sich seinem Ende. Das Abendessen müssen wir heute drinnen einnehmen. Der starke Regen und das Gewitter haben die Außenstromleitung beschädigt und es gibt kein Licht auf der Terrasse. Auch konnte heute niemand den Flughafen telefonisch erreichen. Die Leitungen sind tot. Also erfahren wir erst einmal nichts über das Gepäck.

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05.02.2000 - 26.02.2000

Ein paar Tage vor Abreise

1./2. Tag - Dresden - Amsterdam - London - Johannesburg - Lilongwe

3. Tag - Lilongwe

4. Tag - Lilongwe

5. Tag - Lilongwe - Senga Bay

6. Tag - Senga Bay

7. Tag - Senga Bay - Zomba

8. Tag - Zomba

9. Tag - Zomba - Lilongwe


10. Tag - Lilongwe - Mzuzu

11. Tag - Mzuzu - Nkhata Bay

12. Tag - Nkhata Bay

13. Tag - Nkhata Bay

14. Tag - Nkhata Bay - Chinteche

15. Tag - Chinteche - Liwonde


16. Tag - Liwonde - Nanchengwa Lodge

17. Tag - Nanchengwa Lodge

18. Tag - Nanchengwa Lodge - Monkey Bay

19. Tag - Monkey Bay

20. Tag - Monkey Bay - Liwonde

21. Tag - Liwonde - Lilongwe

22. Tag - Lilongwe - Nairobi - Amsterdam - Dresden




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