- Reisebericht
- Fotogalerie
- Informationen
- Einreise
- Reisemedizin
- Unterkünfte
- . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reisebericht
21. Tag - 25.02.200 Liwonde - Lilongwe Heute ist der Tag gekommen, an dem wir zurück nach Lilongwe müssen. Diesmal frühstücken wir nicht im Hotel. Gleich früh am Morgen ziehen wir los zum Markt gegenüber. Dort erstehen wir für ein paar Kwachas, umgerechnet sind es nur ein paar Pfennige, frisch gebackene, noch warme Semmeln, Maisbällchen und Kuchen. Dazu ein paar Getränke aus dem kleinen Lebensmittelgeschäft von nebenan und das Frühstück ist perfekt. Warum haben wir das eigentlich nicht öfter so gemacht?Der heutige Versuch eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen ist schwierig. Wir müssen anderthalb Stunden warten, bis uns endlich jemand mitnimmt. Dafür haben wir aber das Glück, dass dieser Jeep geradewegs nach Lilongwe fährt. Ein Amerikaner, etwa in seinen Fünfzigern, sitzt bereits im Wagen und freut sich ein paar Gesprächspartner zu bekommen. Michael findet, dass er eine Ähnlichkeit mit Steven Spielberg hat und wir vermuten schon, er ist auf der Suche nach einer neuen Filmidee. Als wir ihm die Ähnlichkeit vermuten lassen, sagt er, Gott sei Dank, sonst sagt man ihm immer, er wäre Chuck Norris wie aus dem Gesicht geschnitten. Er ist der Typ Weltreisende, wie ihn man sich vorstellt. Der, der wenn er alt und grau ist, erzählen kann, er hat mindestens einmal die Welt umrundet und so fast jedes Land auf der Welt gesehen. Er ist dankbar für die Tipps und Anregungen die wir ihm von unserem kurzen Aufenthalt in diesem Land geben können. Heute Morgen die mosambikanische Grenze überquert, führt sein Weg heute direkt nach Lilongwe. Dort wird er sein Visum für den Sudan abholen, sagt er. Seinem Reisefieber und seiner Abenteuerlust sind keine Schranken gesetzt und er macht vor keiner Grenze halt. Ob Eritrea, Äthiopien, Ruanda, Burundi oder das Rebellengebiet im Congo. Was kann schon passieren. Den Mut mancher Leute kann man manchmal nur bewundern. Unsere heutigen uns zur Auswahl gestellten Unterkunftsmöglichkeiten sind leider alle ausgebucht. Wir checken in Annie´s Coffee Shop ein, der zuerst eigentlich gar nicht mit in die Wahl aufgenommen wurde. Lonely Planet beschreibt, dass da nur ein Schlafsaal wäre. Das stimmt zwar, aber es gibt zusätzlich noch zwei separate Zimmer mit je einem Doppelstockbett. Man gibt uns noch eine Matratze auf den Fußboden und schon haben locker drei Personen ausreichend Platz zum Schlafen. Und vor allen Dingen stimmt hier auch der Preis. Da dieses Guesthouse sehr zentral in der Nähe des großen Marktes und der Busstation liegt, sind die Fenster von außen vergittert. Wie wir es hier schon oft gesehen haben, sind auch auf dieser Mauer, die diese Anlage umgibt, anstatt Stacheldraht, große Glasscherben oben auf dem Sims eingearbeitet. Zu Mittag suchen wir uns ein kleines Restaurant in der Nähe des Marktes, das Comfort Inn. Immer diese klangvollen Namen! Wie wir mitbekommen, trifft sich hier eine kleine, junge Elite. Die Jungs aus den unterschiedlichsten afrikanischen Staaten spielen hier fast den ganzen Tag Billard. Dadurch haben wir keine Chance, auch nur ein Spiel zu gewinnen. Macht ja nichts, der Spaß zählt mehr. Unser letzter Tag in Malawi neigt sich dem Ende. Das war also Afrika oder besser gesagt, ein winziger Teil davon. Unser erster und wohl nicht letzter Trip in diese andere Welt ist somit fast beendet.
|

