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Im Rhythmus der Hitze

Reisebericht

20. Tag - 24.02.2000 Monkey Bay - Liwonde

Gleich nach dem Frühstück wollen wir uns den nächsten Pick-up nach Monkey Bay nehmen. Von da fahren dann Busse ins Land. Doch mit unserer geplanten Abfahrtszeit haben wir uns wieder ganz schön getäuscht. Die verschiebt sich gleich um mehrere Stunden. Hatten wir wieder einmal vergessen, dass wir in Afrika sind? Ja, wir hatten. Wenn man nämlich am frühen Morgen, gegen 6.30 Uhr den aller ersten Pick-up verpasst, der angeblich auf jeden Fall von hier losfährt, kann man warten. Denn wie wir gelernt haben, fahren diese erst ab, wenn sie voll sind. Wenn sie nicht voll sind, fahren sie nicht los. So kann die nächste Mitfahrgelegenheit entweder um 8.00 Uhr, gegen 9.00 Uhr oder erst Mittag vorbeikommen. Das weiß keiner genau.

Die andern warten ebenfalls. Bei ihnen ist es die Bootstour. So sind wir eben alle wieder einmal am Warten. Das gibt uns die Möglichkeit, Emailadressen und Telefonnummern auszutauschen. Dann, 11.30 Uhr, ist es endlich so weit. Nach geschlagenen vier Stunden Warten kommt der heiß ersehnte Pick-up. Die anderen hatten uns schon vorgeschlagen, noch eine Nacht hier zu verbringen. Das können wir aber nicht riskieren. Außerdem haben wir keine Kwacha mehr und müssen heute dringend eine Bank finden. In Cape Maclear und auch in Monkey Bay gibt es keine Möglichkeit Geld zu tauschen. Die Jungs wissen das und deshalb blüht hier der Schwarzmarkt.

Dementsprechend gestalten sich auch die Umtauschkurse und man sollte wirklich darauf achten, genügend Landeswährung bei sich zu haben, wenn man hierher kommt.

Noch mal ein kurzes Bye-bye und gute Reise und schon sind wir in einer Staubwolke verschwunden. Die Rückfahrt unterscheidet sich nicht sehr von der Herfahrt. Leichte Quetschungen und eingeschlafene Gliedmaßen sind normal und erregen schon keine besondere Aufmerksamkeit mehr. Doch die Strecke, die wir nehmen wollen, die berüchtigte Taka Taka Road, ist wegen der schon vor ein paar Tagen überfluteten Brücke immer noch gesperrt. So kostet der Umweg über Golomoti zusätzliche Kwachas, die wir nicht mehr haben. Es besteht keine Möglichkeit in Dollar zu bezahlen und die angebotenen Schwarzmarktumtauschkurse sind ein Witz. Da können wir das Geld gleich aus dem Fahrzeug werfen.

Hier gibt es im Umkreis von weiß ich wie viel Meilen keine Bank. Also entschließen wir uns den großen Bogen auf der Hauptstraße zu nehmen, der uns zwar viel Zeit kostet, aber weniger Kwacha. Das hat damit zu tun, dass hier regelmäßiger Personentransport herrscht. Auf der Umleitungsstrecke jedoch der schlechten Straße wegen nur sehr wenige Fahrzeuge unterwegs sind. Sie gestalten die Preise.

Dieses Mal nimmt uns ein voller Minibus mit, der heute auch Fische geladen hat. Zufälligerweise steigt noch ein Fischhändler zu, der meinen Rucksack als Ablage für seine Ware missbraucht.

Wir sind in einer kleinen Stadt namens Mangochi angekommen. Hier soll es eine oder auch mehrere Banken geben. Hoffentlich ist/sind sie noch geöffnet. Jens und Michael wollen mit dem Gepäck warten, während ich mich auf die Suche mache. Ich frage einen Mann nach dem Weg. Er zeigt auf die andere Straßenseite, wo es einen Abzweig in dem Ort gibt. Dort finde ich auch einen Wegweiser für die Bank. Aber leider fand sich an ihm keine Entfernungsangabe, deshalb konnte sie auch nicht weit von hier entfernt sein, dachte ich. Bestimmt nur um die Ecke. An ein weiteres Schild mit der Aufschrift "Mangochi Town Cementery 2.200 Meters" kann ich mich noch ganz genau erinnern. Es ließ mich unbeirrt weitergehen. Als ich aber dann am Stadtfriedhof vorbeikam, fragte ich mich, warum nicht auch die Bank ein Schild mit aufstellen kann. Darauf könnte z. B. stehen: "Bank of Malawi - am Ende der Stadt" oder so.

Die Bank in Mangochi hat natürlich nicht mehr geöffnet, als ich vollkommen durchgeschwitzt nach einem 3 km langen Marsch da angekommen bin. Hier wird schon am frühen Nachmittag Feierabend gemacht. Mir stehen wirklich fast die Tränen in den Augen. Die gesamte Strecke zu Fuß wieder zurück. Niemand hält auf meine Trampversuche hin an. Die Fahrer geben nur Zeichen, dass sie hier lediglich in der Stadt rumfahren. Aber ich will doch auch nur vor bis an die Hauptstraße!

Was für ein Glück, dass es hier noch ein Forex Bureau gibt und wir kommen doch noch zu unseren Kwachas. Weit kommen wir heute nicht mehr und entscheiden in Liwonde, im selben Motel, in dem wir schon einmal übernachtet haben, abzusteigen. Die letzten 50 km des heutigen Tages fahren wir auf der Ladefläche eines Lkws mit. Diese werden, wenn sie keine Lasten befördern, zum Personentransport genutzt. So entstehen keine Leerfahrten und es entlastet vielleicht auch geringfügig die überladenen Busse und Minibusse. Auf dem Lkw kann man während der Fahrt sogar die Beine ausstrecken. Ein ungewohnter Komfort. Der Fahrer gibt ganz schön Gas und wir sind noch vor Einbruch der Dunkelheit an Ort und Stelle.

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05.02.2000 - 26.02.2000

Ein paar Tage vor Abreise

1./2. Tag - Dresden - Amsterdam - London - Johannesburg - Lilongwe

3. Tag - Lilongwe

4. Tag - Lilongwe

5. Tag - Lilongwe - Senga Bay

6. Tag - Senga Bay

7. Tag - Senga Bay - Zomba

8. Tag - Zomba

9. Tag - Zomba - Lilongwe

10. Tag - Lilongwe - Mzuzu

11. Tag - Mzuzu - Nkhata Bay

12. Tag - Nkhata Bay

13. Tag - Nkhata Bay

14. Tag - Nkhata Bay - Chinteche

15. Tag - Chinteche - Liwonde

16. Tag - Liwonde - Nanchengwa Lodge

17. Tag - Nanchengwa Lodge

18. Tag - Nanchengwa Lodge - Monkey Bay

19. Tag - Monkey Bay

20. Tag - Monkey Bay - Liwonde


21. Tag - Liwonde - Lilongwe

22. Tag - Lilongwe - Nairobi - Amsterdam - Dresden